Der Wettbewerb steigt beim Carsharing in München

CarsharingBlog 30. April 2013 Kommentare deaktiviert für Der Wettbewerb steigt beim Carsharing in München
Der Wettbewerb steigt beim Carsharing in München

Der Wettbewerb steigt beim Carsharing in München

Der Wettbewerb steigt beim Carsharing in München, Foto: DriveNow

Ende März machten erste Meldungen die Runde, dass car2go sein Free Floating-Angebot bald auch in München anbieten möchte. Diese Gerüchte scheinen sich nun zu verdichten und rufen auch die Konkurrenz auf den Plan. Wie nun bekannt wurde, plant DriveNow seine bestehende Fahrzeugflotte um weitere 200 Autos zu erweitern, kleine Anbieter wie ZebraMobil sehen darin eine Gefahr.

Aktion gleich Reaktion dürfte man sich beim Carsharing-Anbieter DriveNow gedacht haben als man die Meldung vernommen hat, dass die Konkurrenz aus Stuttgart bald auch nach München expandieren möchte. Laut einem Bericht der SZ plant car2go mit insgesamt 300 Carsharing-Fahrzeugen in der bayerischen Landeshauptstadt an den Start zu gehen, hierzu benötigt die Daimler-Tochter entsprechende Parklizenzen von der Stadt. Der Kreisverwaltungsausschuss will sich heute mit dieser Thematik beschäftigen. Seitens car2go wollte man sich nicht konkret zu den Expansionsplänen äußern, jedoch bestätigte man bei car2go Gespräche mit der Stadt München.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Konkurrenz wappnet sich der Lokalmatador DriveNow und plant seinerseits eine Erweiterung der Flotte um 200 Fahrzeuge. Bisher stehen den DriveNow-Kunden 300 Autos in München zur Verfügung, damit sich dies ändert muss jedoch die Stadt die Limitierung von 300 Fahrzeugen pro Anbieter aufheben bzw. anpassen. Laut dem Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle könnte dies auch bald geschehen.

Kleine Carsharing-Anbieter blicken kritisch auf die Expansionspläne

Mit der Aufhebung der Beschränkung von 300 Fahrzeugen plant Blume-Beyerle auch eine Anpassung der Kostenstruktur. Bisher müssen Free Floating-Anbieter pro Fahrzeug und Jahr 1.830 Euro an Lizenzgebühren an die Stadt abführen, Anbieter mit festen Mietstationen hingegen zahlen 240 Euro pro Fahrzeug. Diese große Differenz ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Free Floating-Anbieter zwar ein festes Geschäftsgebiet haben aber keine feste Parklizenzzone. Blume-Beyerle schlägt nun vor, für die nötigen Parklizenzen nur noch 30 Euro pro Jahr und Auto zu kassieren, da zahlreiche Autos ohnehin außerhalb von Lizenzgebieten vorgehalten werden. Im Gegenzug sollen in den Parklizenzgebieten weiterhin nur höchstens 300 Autos pro Anbieter parken dürfen.

ZebraMobil Gründer Matthias Hoene sieht darin eine Gefahr für kleinere Anbieter, laut Hoene würde die Stadt mit dieser Kostensenkung großen Anbieter wie DriveNow und car2go einen Mengenrabatt gewähren, was das Angebot letztendlich für diese Unternehmen deutlich günstiger und damit auch attraktiver machen würde. Zumal sei es laut Hoene unklar, wie sichergestellt werden soll, dass weiterhin nur 300 gleichzeitig in den Parklizenzzone abgestellt werden.

Der zuständige Kreisverwaltungsausschuss hat im April dieses Jahres einen Gutachter beauftragt, der die Carsharing-Angebote bis März 2015 wissenschaftlich bewerten soll. Primäres Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, ob die Münchner dank der neuen Carsharing-Angebote weniger Auto fahren. Das Ergebnis davon wird wohl auch maßgeblich die Entscheidung beeinflussen die Fahrzeug-Limitierung aufzuheben.

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