Mobility Map Gründer und Entwickler Simon Woker im Interview

CarsharingBlog 31. Mai 2013 1
Mobility Map Gründer und Entwickler Simon Woker im Interview
Mobility Map Gründer und Entwickler Simon Woker im Interview

Mobility Map Gründer und Entwickler Simon Woker im Interview, Foto: Mobility Map

No App, no Carsharing? Ganz so dramatisch ist es wohl nicht, aber Smartphone-Apps spielen heutzutage eine immer wichtigere Rolle für die Nutzung von Carsharing-Angeboten. Gerade beim Free Floating Carsharing ist eine App nahezu unumgänglich. Doch was machen wenn man mehrere Anbieter nutzt oder der eigene Anbieter gar keine App anbietet? Man greift auf Mobiliy Map zurück, wir hatten das Vergnügen mit Gründer und Entwickler Simon Woker ein Interview zu führen.

Im Rahmen unserer Recherche für die Carsharing App-Übersicht sind wir auf Simon Woker und seine Carsharing App Mobility Map aufmerksam geworden. Mobility Map ist eine App für Android Smartphones die mehrere Carsharing-Anbieter unter einer einheitlichen Oberfläche vereint, den Rest erzählt euch Simon dann selbst 😉 Wie immer möchten wir uns vorab bei Simon für das tolle Interview bedanken und wünschen euch viel Spaß damit!

Hallo Simon, du bist der Entwickler hinter der beliebten Carsharing-App Mobility Map. Stell unseren Lesern/-innen doch kurz deine Anwendung für Android-Smartphones vor.

Hallo CarsharingBlog, Mobility Map kombiniert die verschiedenen Carsharing- und Bikesharing-Anbieter in Deutschland. Alle Anbieter werden übersichtlich auf einer Karte dargestellt und können durch zusätzliche Filtermöglichkeiten weiter eingeschränkt werden (z.B. nach Anbieter, Modell, usw.). Außerdem sind Reservierungen bei mehreren Anbietern möglich – und das alles ohne die App wechseln zu müssen! Besonders in den großen Städten mit direktem Konkurrenzkampf ist das natürlich unglaublich praktisch, wenn man bei mehreren Anbietern gleichzeitig registriert ist.

Mobility Map beschränkt sich nicht nur auf die Suche von Carsharing-Fahrzeugen, sondern ermöglicht den Nutzern auch die Suche nach Fahrrädern unterschiedlicher Anbieter. Wie kamst du auf die Idee diese Mobilitätsangebote miteinander zu verbinden? Geschah dies bewusst?

Die Idee für Mobility Map kam mir ein paar Tage nachdem ich mich bei Car2Go und Drivenow angemeldet hatte. Das ständige Wechseln zwischen den einzelnen Apps hat mich immer wieder genervt und da wusste ich: „Das geht auch besser!“. Da ich sowieso schon länger eine eigene App programmieren wollte habe ich die erste Version innerhalb von ein 2 Wochen veröffentlicht. Das ist jetzt über ein Jahr her, seitdem hat sich in der App einiges getan und wurde kontinuierlich erweitert und verbessert.

Die Idee zum Unterstützen von Bikesharing-Anbietern kam mir durch die Kooperation von DriveNow und Nextbike, als ich selbst zum Bikesharing kam. Damals gab es noch keine gute Nextbike-App für Android, also habe ich das einfach selbst in die Hand genommen.

Bisher sind mit car2go, Multicity und DriveNow drei Free Floating-Anbieter verfügbar, konzentrierst du dich bewusst auf diese Art von Carsharing? Mit welchen Anbietern können wir in Zukunft rechnen?

Gerade bei den Free Floating Anbietern macht eine App einfach am meisten Sinn, da man nie so ganz genau weiß wo eigentlich das nächste Fahrzeug steht. Deswegen wurde auch ein Fokus auf diese Anbieter gesetzt. Besonders stolz bin ich auf die Anzeige von Multicity-Fahrzeugen, die es schon lange vor der offiziellen App gab. Trotzdem sind schon jetzt Flinkster und Cambio als stationäre Anbieter integriert. Als weitere Anbieter wird es zusätzlich noch Quicar, Zebramobil und später auch endlich Stadtmobil geben.

Worauf können wir uns in Zukunft freuen, erwarten uns neue Features bei Mobility Map?

In den nächsten Monaten wird Mobility Map einen Routenplaner veröffentlichen, mit dem man deutschlandweit den einfachsten, schnellsten und billigsten Weg innerhalb einer Stadt von A nach B findet. Dabei werden die verschiedenen Möglichkeiten übersichtlich auf einer Karte angezeigt und miteinander verglichen. Zu den Möglichkeiten gehören die verschiedenen Carsharing-Anbieter (Car2Go, Drivenow, …), Bikesharing (Nextbike, Call a Bike), aber natürlich auch Bus&Bahn und Taxi. Zusätzlich werden Buchungen bei weiteren Anbietern unterstützt und die Liste der Anbieter wird weiter wachsen. Über Facebook und Twitter bleibt man immer auf dem neusten Stand.

Das Carsharing Deutschland wird immer beliebter, wie siehst du den deutschen Carsharing-Markt?

Ich denke, dass Carsharing in den nächsten Jahren wachsen und auch an Bedeutung gewinnen wird. Da ich vor einiger Zeit mein eigenes Auto verkauft habe freut es mich umso mehr, dass die Angebote ausgebaut werden und weitere flexible Angebote entstehen.

Alle weiteren Informationen zu Mobility Map erhaltet Ihr unter www.mymobilitymap.de. Darüber hinaus findet Ihr bei den Kollegen von AndroidPIT einen ausführlichen App-Test.

One Comment »

  1. Finn 17. Juli 2013 at 12:11 - Reply

    Ich finde die App sehr interessant. Habe auch schon überlegt, eine solche App zu entwickeln. Kann es aber sein, dass die Mobilitymap-App meine Login-Daten/Passwörter vollkommen unverschlüsselt überträgt?

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